Sonntag, 10. Oktober 2010

Eine Tasse Schokocappuccino

Morgen geht's nun los, das neue Semester. War ja erst nicht sicher, ob ich überhaupt weiterstudieren darf, nach der überraschenden Ablehnung für den zuvor versprochenen Masterplatz in Psychologie. Motiviert bin ich und fokussiert auf die Inhalte des Studiums. Ich glaub' zu wissen, worauf es jetzt ankommt und welche Kurse und Projekte ich besuchen will. Ob das von den formellen Regelungen alles so klappt, ist nicht sicher - erfahre ich morgen in der Fragestunde bei Frau Götzlein*. Vielleicht komme ich auch in den Wirtschaftsmaster "Management and Organisation Studies" rein? Ist aber nicht sicher, da die Bewerbung dafür beim Prüfungsausschuss Staub ansetzt. Ja und Bafög hab' ich auch wieder beantragt. Ist aber nicht sicher, ob ich welches bekomme. Auch das wird grade geprüft. Wie zahle ich eigentlich meine Miete, falls das nicht klappt? Anscheinend gehört es zu den must haves, mit Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft zurecht zu kommen. Sollte man gar nicht planen? Nein, denn dann landet man nur bei Hartz4. Aber wer plant, kann enttäuscht werden. Was tun?? Planung ist schon notwendig und richtig, nur ist es wichtig, jederzeit Alternativen zu haben - vielleicht auch im privaten Leben, wo die Enttäuschungen am schwersten treffen. Es ist aber nicht sicher, ob ausreichend Alternativen ein am Ende glücklicheres Leben bieten. In diesem Sinne widme ich mich meiner Tasse mit heißem Schokocappuccino - einer sicheren Anlage für eine kleine tägliche Portion Wohlgefühl. Und was wird morgen? Da weiß mein guter Freund Jesus bescheid: Er sagt: "Sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat." Nun, dann will ich ihm mal Glauben schenken.

* Name aus Datenschutzgründen geändert

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